Vom Flugzeugbauer zum Autohersteller
Alles begann Anfang des 20. Jahrhunderts mit dem Flugzeugbau. Der Bauernsohn Chikuhei Nakajima war wegen des ersten Flugs der Gebrüder Wright vom Fliegen fasziniert und gründete seine eigene Firma, die sich zum größten Flugzeughersteller Japans entwickelte. Ab dem Jahr 1917 baute die Nakajima-Gesellschaft Flugzeuge, die hauptsächlich für das japanische Militär bestimmt waren. Im Zweiten Weltkrieg Krieg kamen diese schließlich zum Einsatz, sodass das Unternehmen nach Ende des Krieges von den Alliierten zerschlagen wurde. Als Nachfolger des Unternehmens gilt die 1953 gegründete Fuji Heavy Industries Ltd. (FHI). Als größter Transportmittelhersteller Japans stellt FHI neben Flugzeugen auch Busse, Lokomotiven und Autos der Marke Subaru her.
Subaru und der Allradantrieb
In Europa sind besonders die Autos der FHI Tochtergesellschaft Subaru gefragt. Subaru ist der größte Hersteller von Allradantriebs-Pkws und wird trotz seines geringen Marktanteils von den Verbrauchern in Sachen Zuverlässigkeit und Verarbeitung gelobt und geschätzt. Die Geschichte des Allradantriebs beginnt in den 1970er Jahren, als Subaru mit dem ersten Pkw in Serie ging, der einen zuschaltbaren Allradantrieb besaß. Dieser Allradantrieb wurde von da an zum Markenzeichen der Firma Subaru und wird als Symmetrical AWD bezeichnet, weil er symmetrisch ausgelegt ist. Der permanente Allradantrieb wurde dann aber erst 1987 eingeführt, nachdem er bei anderen Autoherstellern, wie beispielsweise Audi, schon Jahre zuvor eingeführt worden war und ab dem Jahr 1994 wurde dann nur noch der permanente Allradantrieb für die Fahrzeuge verwendet. Auch für die in all ihren Fahrzeugen verwendeten Boxermotoren ist Subaru bekannt.
Subaru und der Autorennsport
Seit den 70er fährt Subaru Rallyes, in der Königsdisziplin des Rallye-Fahrens der FIA-Rallye-Weltmeisterschaft, ist Subaru seit 1990 mit modifizierten Versionen des Subaru Legacy und des Subaru Impreza vertreten. In den Jahren 1995, 1996 sowie 1997 wurde das Subaru-Team Sieger in der Teamwertung. In den Jahren 1995, 2001 und 2003 wurden die Fahrer der Subaru-Wagen Gewinner in der Fahrerwertung, aber auch sonst war das Subaru-Team meist auf den vorderen Plätzen zu finden. In der Formel-1 konnte Subaru hingegen eher Misserfolge als Erfolge feiern. 1990 trat Subaru in den Wettbewerb ein, hatte nach Expertenmeinung aber das schlechteste Auto der Saison und verschwand nach seinem kurzen Gastspiel wieder aus der Formel-1. Die Firma Montecarlo Mobiles fand im Jahr 1992 jedoch eine Wiederverwendung für den Motor Subaru MM 3512, der in der Formel-1 so kläglich gescheitert war. In dem Supersportwagen der Firma wurde der 720 PS Motor verbaut, es handelte sich jedoch um ein Einzelstück. Seit 2005 werden im japanischen D1-Drift-Grand-Prix Subaru Impreza eingesetzt, die so modifiziert wurden, dass sie nur noch einen Heckantrieb haben.